Folter als globales Phänomen

In mindestens 102 Ländern werden Menschen misshandelt und gefoltert. Nur ein Bruchteil der Opfer findet Möglichkeiten, durch Flucht in andere Länder Schutz vor Folter und Verfolgung zu erhalten. Die meisten Überlebenden bleiben in Verfolgerstaaten und Kriegszonen gefangen, werden zu Binnenflüchtlingen im eigenen Land oder finden sich nach jahrelanger Odyssee in rechtsfreien Auffanglagern wieder.

Internationales Engagement des Zentrum ÜBERLEBEN

Um Folteropfer vor Ort zu versorgen und die Menschenrechtsarbeit von Partnerorganisationen außerhalb der Europäischen Union zu stärken, konzentriert sich das Zentrum ÜBERLEBEN in seiner internationalen Arbeit zur Zeit auf die folgenden Felder:

  • Unterstützung von Rehabilitationszentren für Gewaltopfer im Nordirak
  • langfristige Kooperation mit etablierten Behandlungszentren in Osteuropa und Ostafrika
  • Entwicklung von Online-Therapieangeboten für den arabischen Sprachraum
  • Trainingsprojekte und Supervision für Kollegen in Kriegs- und Krisengebieten
  • wissenschaftliche Erforschung von Versöhnungsprozessen sowie Dokumentation von Folterfolgen

Zudem betreibt das Zentrum ÜBERLEBEN als Mitglied des International Rehabilitation Council for Torture Victims globale Lobbyarbeit, um Behandlungszentren in Verfolgerstaaten zu unterstützen und Folter weltweit zu verhüten.

Prinzipien

Das Zentrum ÜBERLEBEN kooperiert ausschließlich mit Organisationen, die sich für Demokratie, Gleichberechtigung und die Wahrung von Grundrechten einsetzen. Völkerrechtliche Grundlagen unserer Arbeit sind insbesondere die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, das Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Folter sowie die UN-Kinderrechtskonvention.