Programm für Überlebende von Folter und Gewalt

Jedes Jahr behandeln das Zentrum ÜBERLEBEN und die Jiyan Foundation for Human Rights etwa 2000 Überlebende von Folter und Gewalt im Irak. Etwa die Hälfte der Hilfesuchenden sind Frauen; knapp ein Drittel sind Kinder und Jugendliche. Die meisten Patienten sind kurdischer Herkunft, gefolgt von Arabern, Turkmenen und Assyrern.

Menschenrechtsverletzungen und ihre Folgen

Die häufigsten Menschenrechtsverletzungen, denen die Klienten im Irak ausgesetzt waren und sind, umfassen

  • schwere körperliche und psychische Folter
  • extrem erniedrigende Haftbedingungen
  • Giftgasanschläge und Genozid
  • Deportationen, Flucht
  • Krieg und militärische Auseinandersetzungen
  • Terroranschläge, Kidnapping, gezielte Exekutionen
  • Verfolgung aus ethnischen, religiösen oder politischen Gründen
  • Vergewaltigungen und sexueller Missbrauch
  • häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen und Kinder

Viele Überlebende von Folter und Gewalt leiden an komplexen Störungen, die sie auf verschiedenen Ebenen beeinträchtigen können. Die Langzeitfolgen extremer Gewalt beschränken sich nicht auf den Einzelnen. Sie zerstören Familien, belasten ganze Gemeinschaften und wirken sich auf nachfolgende Generationen aus.

Das Angebot

Überlebende von Menschenrechtsverletzungen haben ein Recht auf Rehabilitation. Umfassende Rehabilitation bedeutet, dass die Überlebenden und ihre Familienangehörigen ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben führen können, weitgehend frei von den physischen, psychischen und sozialen Folgen der erlebten Gewalt.

Erfolgreiche Rehabilitation ermöglicht Überlebenden, sich ihrer grundlegenden Rechte bewusst zu werden, um den Zyklus der Gewalt zu durchbrechen, um aktive Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft zu werden und Versöhnungsprozesse einzuleiten.

Die Angebote im Rahmen dieses Programms umfassen medizinische Diagnostik und Behandlung, Psychotherapie und Beratung sowie soziale und rechtliche Unterstützung. Alle Maßnahmen werden ausschließlich von lokalen Fachkräften umgesetzt.

Links

www.jiyan-foundation.org

Kontakt

Salah Ahmad
Projektleiter
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Friederike Regel
Projektkoordinatorin
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