Behandlung psychisch reaktiver Traumafolgen

Curriculum „Behandlung psychisch reaktiver Traumafolgen bei traumatisierten Geflüchteten und Folteropfern“

in Kooperation mit der Kammer für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten im Land Berlin und  Xenion - Psychologische Beratungstelle für Flüchtlinge.

Konzept

Die Behandlung traumatisierter Geflüchteter und Folteropfer bringt besondere Anforderungen mit sich: Arbeit zumeist im interkulturellen Setting und ggf. mit Dolmetschern sowie Behandlung extremtraumatisierter, meist an chronischen und komplexen Störungen leidender Menschen. Gleichzeitig befinden sich die Klienten durch Entwurzelung und Belastungen im Exil in einem von vielen Faktoren determinierten Bewältigungs und Anpassungsprozess. Die schematische Anwendung von Traumatherapiemodulen greift hier oftmals nicht, auch wenn diese wichtige Bestandteile der traumaorientierten Behandlung liefern. Es bedarf der Anpassung der Behandlungsform an die besondere innere und äußere Situation der Geflüchteten. Ebenso unterliegt die Gestaltung der therapeutischen Beziehung speziellen Anforderungen. Sozialarbeiterische und niederschwellige Angebote sowie ggf. psychiatrische oder psychosomatisch orientierte ärztliche Behandlung können oftmals eine sinnvolle Ergänzung der psychotherapeutischen Arbeit sein. Hierfür ist Kooperation und Vernetzung notwendig – zugleich liegt hierin auch die Möglichkeit, einer Überlastung entgegen zu wirken. In dem hier angebotenen Seminar geht es nicht um die Grundlagen der Traumabehandlung, es ersetzt keine Therapieausbildung. Erprobte Behandlungsansätze werden dargestellt und in der Arbeit erfahrene Therapeuten stellen sich der Diskussion. Von Kollegen immer wieder gestellte Fragen werden im Sinne der derzeitigen ‚Best Praxis’ beantwortet. Ziel ist, durch Fortbildung und Austausch das therapeutische Versorgungsnetz für psychisch belastete Migranten und traumatisierte Geflüchtete/Folteropfer zu vergrößern und die Kooperation vorhandener Ressourcen zu fördern

Das Angebot richtet sich an Psychologische und Ärztliche Psychotherapeuten, Psychiater und andere Ärzte, die mit Geflüchteten therapeutisch arbeiten möchten.