H E I L G A R T E N

Viele der Patientinnen und Patienten im Zentrum ÜBERLEBEN dürfen hier in Deutschland nicht arbeiten, weil sie noch keinen festen Aufenthalt haben. Sie kommen vielfach aus ländlichen Regionen, wo die Bewirtschaftung eines kleinen Gartens zum Alltag gehörte.

Aus der Idee, ihnen eine sinnvolle, tagesstrukturierende und auch körperliche Tätigkeit anzubieten, ist unser Gartenprojekt „Interkultureller Heilgarten“ entstanden. Die Männer und Frauen machen Erfahrungen mit Erde, Pflanzen und Wachstum in Verbindung mit einer aktiven, Sinn gebenden und zum Teil selbst versorgenden Tätigkeit als wichtige Ressource im Therapieprozess.

Ein großer Teil der Patientinnen und Patienten fühlt sich dadurch auch in einer gesundheitlich besseren Verfassung. Sie tauschen zudem Kenntnisse über eigene, kulturspezifische gärtnerische Erfahrungen aus. Dadurch gelingt es ihnen zugleich auch auf den Wert und kreativen Reichtum ihrer Herkunftskultur zurückzugreifen. Sie erleben sich selbst mit einem wieder erstarkenden Selbstverständnis und der kreativen Kompetenz einer Persönlichkeit, die in diesem Kulturkreis groß geworden ist.

Der Garten befindet sich auf dem ehemaligen Gelände des Krankenhauses Moabit unweit des Zentrum ÜBERLEBEN in einer eigens hierfür angemieteten kleinen Parkanlage. Er wird auch von den Patienten der Tageklinik des Zentrum ÜBERLEBEN regelmäßig genutzt und ist hier fester Bestandteil des teilstationären therapeutischen Angebots. Auch der Wohnverbund für Frauen, die Abteilung für Kinder und Jugendliche sowie die Ambulante Abteilung für Erwachsene führen therapeutische Angebote im Heilgarten durch. Trauernde besuchen den Gedenkplatz im Heilgarten.

Kooperationspartner

  • Bezirksamt Mitte, Berlin
  • Dr. Günter Piening, Beauftragter des Senats von Berlin für Integration und Migration (Schirmherr)
  • Stiftung Interkultur